6.9.14 Fiesch
Beat und ich fuhren mit der Eisenbahn ins Wallis nach Fiesch, wo wir in Warteposition bis am Montagmorgen auf Paul warteten, denn dieser hatte am Sonntag noch einen Termin, den er nicht verschieben konnte. Der Tag in Fiesch entpuppte sich als einer der zähen Sorte: Start um 12 Uhr, Basis anfangs um 2400 und später um die 3000 und Schläuche bei 0.5 – 1.5m/s. Nichts desto trotz konnte Beat ein flaches Dreieck über 80 km realisieren und ich lernte mal den Bahnhof in Ulrichen kennen.
7.9.14 Fiesch
Laut Prognosen sollte der Tag eigentlich besser werden, als der Vortag. Leider waren das nur die Prognosen. Mit Nebel auf dem Kühboden bis 11:30 und anschliessend schwacher bis teilweise gar keiner Thermik und in den tiefen Lagen Westwind war dann das Finden der Thermik manchmal eher eine Glückssache. Beat flog nach Realp und ich schaffte es nach dem Grimsel wieder nach Fiesch.
8.9.14 Fiesch
Um 9 Uhr kam das Telefon von Paul, dass er von einem Unwohlsein gepackt worden sei und nicht nach Fiesch kommen könne. Somit waren Beat und ich noch einen Tag länger an Fiesch gebunden. Also gleiches Prozedere wie am Vortag: Morgenessen, mit der Bahn auf den Kühboden und Start an der Heimat. Zu unserem Leidwesen waren am Kühboden die Abdeckungen schon schnell gross, so dass wir nur mit sanfter Thermik starten konnten. Das Resultat war, dass Beat in Bellwald bei einem Restaurant zwischenlandete und ich eine halbe Stunde später wieder am Boden stand. Der zweite Anlauf auf dem Kühboden, war dann für mich von grösserem Erfolg geprägt, konnte ich doch noch bis zum Gersthorn fliegen bevor ich wegen Regens in Brig landete. Beat startete in Bellwald nach der Kaffeepause und hatte ebenfalls noch einen schönen Rundflug.
9.9.14 Fiesch - Chamonix
Um 9 Uhr trudelte ein sichtlich erholter Paul in Fiesch ein und wir machten uns langsam auf den Weg nach Chamonix. Das Wetter war für die Reise ideal und am späteren Nachmittag trafen wir in Chamonix ein, wo einige Piloten am Fliegen waren. Wir hatten keine Bock zum Fliegen, sondern genehmigten und ein Bierchen in einem Restaurant. Bei labilen Verhältnissen wurden wir nach ca. 1 Stunde im Restaurant von einem Gewitter beglückt. Das französische Nachtessen konnten wir in einem feinen Restaurant ganz in der Nähe des Hotels geniessen. Die Nacht verbrachten Beat und ich in der Auberge du Manoir, einem schönen Hotel, das mit viel Liebe zum Detail ausgestattet ist. Paul nächtigte in seinem Bus auf dem Parkplatz des Hotels.
10.9.14 Chamonix
Mit einem guten Frühstück im Magen ging’s per Pedes zur Gondelbahn Planpraz zum ersten Flug. Da die Basis an der Bergstation klebte, war an ein Starten nicht zu denken und wir genehmigten uns ein Mineralwasser um die Zeit zu überbrücken. Als dann der Nebel etwas stieg und wir die ersten startenden Gleitschirme sahen, wurden auch wir nervös. Der erste Flug bei einer Basis von 2200 m war gleich ein Streckenflug in Richtung Schweizergrenze und zurück. Gelandet begaben wir uns im späteren Nachmittag auf die andere Talseite zu einem zweiten Flug vom Plan de l‘Aiguille. Oben wehte ein böiger Aufwind an der Grenze des Startbaren und vom Planpraz her waren schwarze Wolken unterwegs. Zwei Piloten probierten einen Start mussten allerdings recht lange auf ihr Abheben warten. Nach einer halben Stunde konnten sie sich dann, als der Wind etwas schwächer wurde, in die Luft begeben. Beat entschied sich nach einer Weile auch zu starten, gefolgt von Paul. Da man nie wusste wann der Regen kommen würde, zumal es leicht aus der Wolke tropfte, wartete ich noch ab. Endlich entschied ich mich auch zu starten. Schliesslich landeten alle 3 am Landeplatz vor dem Regen. Das Landebier konnten wir im Betange-Club beim Ladeplatz geniessen, das Schulfranzösisch mit einem Feriengast aus dem Burgund aufpolierend. Für’s Nachtessen wollten wir den zweiten Tipp der Hotelbesitzerin ausprobieren, fanden das Restaurant jedoch geschlossen. Auf dem Weg in die Stadtmitte passierten wir ein Japanisches Restaurant, das uns dann mit einem sehr guten 5-Gang-Menue verwöhnte. Zum Schlummertrunk kehrten wir in einer Bar mit Sitzgelegenheit ein.
11.9.14 Morzine
Als am Morgen die Wolken am Planpraz tiefer als am Vortag herunterhingen, entschieden wir uns weiterzureisen mit Ziel Morzine. Ich kannte den Ort und war auch schon da geflogen. Als wir nach ca. 1.5 Stunden in Morzine ankamen, hingen die Wolken ebenfalls tief und an ein Starten war vorerst nicht zu denken. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung lichtete sich der Nebel immer mehr und flugs machten wir uns mit dem Auto auf zum Startplatz. Die Verhältnisse zeigten sich am Startplatz labil und Beat und ich starteten bald. Paul wartete ab und entschied dann auch zu fliegen, anstatt mit dem Auto wieder runter zu fahren. Nach kleinen Spazierflügen in der Nähe des Startplatzes und nach Avoriaz, landeten Beat und ich am offiziellen, mit viel Talwind angeströmten Landeplatz. Paul landete Top und holte uns am Landeplatz ab. Anschliessend fuhren wir weiter nach Doussard am Lac d’Annecy um unsere Flugwoche zu beenden.
Nicht wenig überraschend war am Landeplatz viel Betrieb. Tandem-, Gleitschirm- und Delta-landungen en Masse. Alle flogen sie vom Col de la Forclaz. Wir genossen das Treiben bei einem Bier und suchten uns später ein Hotel in Doussard. Das entpuppte sich beim Nachtessen eher als ein „Altersheim“, das Zimmer war jedoch schön und das Essen war sehr gut. Kunststück das Hotel figuriert im Führer „Logis de France“ und die Küche hat „Deux Casserole“. Bei einem Armagnac liessen wird dann den Abend ausklingen.

12.9.14 Doussard (Lac d’Annecy)
Mit der Einweisung von Paul (hatte 2 Wochen im August seine Zeit mit Gleitschirmfliegen in Doussard verbracht) begaben wir und mit Streckenhunger zum Startplatz, wo wir verschiedene Startmethoden zu Gesicht bekamen. Unter anderem einen Helikopter mit anschliessender Strauchlandung. Nach einiger Zeit mit steigender Basis, gingen auch wir in die Luft und umrundeten den einen Teil des Sees bei knackigem Wind. Beat und ich landeten für ein Bier. Paul, der mit dem Rush 4 von Beat flog, wiederholte die Strecke grad noch ein zweites Mal.
Richtig aufs Nachtessen war dann Paul auch zurück und wir begaben und in ein kleines, aber feines Restaurant auf Tipp von Paul, wo wir ein super Menu genossen. Der Höhepunkt war das Dessert. Schlichtweg hammermässig. Wie schon am Vorabend nahmen wir dann im Hotel noch einen Armagnac und plagierten noch etwas.
13.9.14 Heimreise
Obwohl das Wetter noch einen Flug vom Col de la Forclaz zugelassen hätte, entschieden wir uns nach dem Z‘Morgen für die Heimfahrt. Die schönen Wolkenstrassen im Mittelland und Jura waren eine Augenweide und luden zum Träumen ein. Ohne Probleme und Staus wurde ich um 15 Uhr in Schwyz wieder abgeliefert. Paul ganz herzlichen Dank für Deine Fahrbereitschaft und die guten Tipps in Annecy. Beat und Paul ganz herzlichen Dank für die gute und unterhaltsame Begleitung. Ich hoffe, dass wir bei einer nächsten Gelegenheit, dann wirklich mal in die Dolomiten kommen, damit der Titel des Berichtes auch wirklich stimmt.

Armin

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